Mehr von mir

Wer bis hierher gekommen ist, weiß wahrscheinlich schon, was ich beruflich mache.

Rennsteigkind

Das wird man vermutlich nicht mehr los. Ich mag Wald. Berge. Wasser. Draußensein. Ich laufe gerne. Im Winter Ski. Im Sommer SUP. Nicht alles davon besonders spektakulär und ganz sicher nicht mit dem Anspruch, aus jeder Freizeitbeschäftigung ein neues Optimierungsprojekt zu machen.

Manchmal muss ich einfach raus. Bewegen. Luft. Kopf frei. Und manchmal eine Runde länger, weil der Gedanke noch nicht fertig ist.

Mama. Dreimal

Ich habe drei Kinder. Damit ist eigentlich bereits geklärt, warum ein perfekt durchgetakteter Alltag bei mir eher theoretischen Charakter hat.

Bei uns gehören Badminton, Volleyball, Tanz und Cheerleading zum Familienleben. Also auch Sporthallen, Fahrdienste, Veranstaltungen, Taschen, Termine, kurzfristige Planänderungen und gelegentlich die Frage, warum ausgerechnet jetzt etwas gesucht wird, das seit drei Tagen gebraucht wird.

Drei Kinder sind auch drei ziemlich unterschiedliche Menschen. Mit unterschiedlichen Interessen, Talenten, Temperamenten und Vorstellungen. Ich mag das. Auch wenn ich nicht behaupten würde, jeden Moment davon gleichermaßen meditativ zu genießen.

Ich brauche manchmal Werkzeug

Andere entspannen auf dem Sofa. Ich komme gelegentlich auf die Idee, etwas umzubauen.

Ich zeichne und male, arbeite mit Holz, baue, werkele, renoviere und gärtnere. Ich mag Materialien. Ich mag es, Dinge auszuprobieren. Und ich liebe diesen Moment, wenn aus einer Idee im Kopf etwas entsteht, das plötzlich tatsächlich da ist.

Dabei habe ich eine gewisse Schwäche für Details. Man könnte vermutlich auch sagen: Ich kann schlecht aufhören, wenn ich schon sehe, wie es besser werden könnte.

Alte Häuser sind gefährlich

Architektur kann mich ziemlich lange beschäftigen. Gebäude. Räume. Möbel. Kunst. Gestaltung. Und Geschichte sowieso.

Ich kann mir ein altes Haus ansehen und einfach denken: schön. Ungefähr drei Sekunden lang. Danach möchte ich wissen, wann es gebaut wurde, wer dort gelebt hat, warum dieser Teil anders aussieht, was ursprünglich dort war und was man daraus machen könnte.

Ich mag Dinge mit Geschichte. Vielleicht, weil man sie erst richtig versteht, wenn man weiß, wie sie zu dem geworden sind, was sie heute sind.

Und nein, daraus ziehe ich jetzt keine Organisationsmetapher. Versprochen.

Ein halbes Jahr Portugal hinterlässt Spuren

Ich mag Portugal. Sehr. Ich habe ein halbes Jahr dort gelebt und wahrscheinlich ist dabei etwas geblieben. Aber auch Frankreich, Schweden und England gehören zu den Ländern, in denen ich gerne bin.

Ich mag Sprachen. Andere Städte. Andere Gewohnheiten. Supermärkte, in denen ich zunächst nicht weiß, wo irgendetwas steht. Straßen, deren Namen ich falsch ausspreche. Menschen, die Dinge ganz selbstverständlich anders machen.

Reisen erinnert mich daran, dass das eigene Normal häufig einfach nur das ist, was man gewohnt ist. Es gibt meistens noch mindestens eine andere Möglichkeit.

Ich sammle Fragen

Nicht absichtlich. Sie kommen einfach.

Warum ist das so? Wer hatte diese Idee? Wie funktioniert das? Was war vorher? Kann man das anders machen? Was passiert, wenn ...?

Ich kann mich für ziemlich unterschiedliche Themen begeistern, wenn irgendwo etwas Neues zu entdecken ist. Geschichte. Psychologie. Kunst. Architektur. Menschen. Sprachen. Eine Idee. Ein gutes Buch. Oder irgendein vollkommen abseitiges Thema, über das ich gestern noch überhaupt nichts wissen wollte und zu dem heute plötzlich zwölf Tabs geöffnet sind.

Neugier ist vermutlich eines meiner zuverlässigsten Persönlichkeitsmerkmale.

Menschen mag ich auch

Nicht nur die unkomplizierten. Mich interessieren ihre Geschichten und Eigenheiten. Was sie begeistert. Was sie können. Was sie glauben, nicht zu können.

Warum jemand laut wird und jemand anderes still. Warum Menschen dieselbe Situation völlig unterschiedlich wahrnehmen. Und warum man manchmal nach einem langen Gespräch feststellt, dass hinter dem vermeintlichen Problem eigentlich eine ganz andere Geschichte steckt.

Ich höre gerne zu. Und frage nach. Manchmal wahrscheinlich einmal mehr als nötig.

Und ja. Ruhe geht auch

Ein gutes Buch. Kamin und ein Glas Wein im Winter. Ein Sommerabend am Wasser. Musik. Garten. Zeit mit meinen Kindern. Ein gutes Gespräch. Oder einfach irgendwo sitzen und schauen.

Ich brauche beides. Bewegung und Ruhe. Menschen und Zeit für mich. Plan und Spontaneität. Zuhause und Unterwegssein. Denken und Machen. Wahrscheinlich ist es die Mischung.

Ich könnte jetzt versuchen, aus all diesen Dingen eine besonders kluge Erklärung dafür zu bauen, warum ich beruflich so bin, wie ich bin. Muss ich aber nicht.

Ich laufe nicht für meine Resilienz. Meine Kinder sind kein Leadership-Labor. Portugal war kein interkulturelles Entwicklungsprogramm. Und wenn ich mit Holz arbeite, trainiere ich nicht meine Umsetzungskompetenz.

Das ist einfach mein Leben.

Natürlich nehme ich etwas davon mit in meine Arbeit. Wie sollte es anders sein? Meine Neugier. Meinen Blick für Zusammenhänge. Den Wunsch, Dinge zu verstehen. Meine Freude daran, etwas entstehen zu sehen. Und vermutlich auch meine Hartnäckigkeit, wenn ich glaube, dass etwas noch nicht ganz stimmt.

Aber auf dieser Seite muss daraus kein Leistungsversprechen werden. Hier gibt es keine Methode, kein Angebot und keinen Call-to-Action. Hier gibt es einfach ein bisschen mehr von mir.

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